Hinterwälder Bullen im Besamungs-Einsatz:

 

Da es keine Bullenkataloge für die Rasse Hinterwälder gibt bieten wir hiermit auch anderen Züchtern die Möglichkeit mehr über Bullen dieser Rasse zu erfahren und vorallem sich durch die Fotos eine Vorstellung vom Ausssehen der im Besamungseinsatz stehenden Bullen zu machen. Die Seite gibt noch keine vollständigen Infos zuden Bullen wieder, aber wir arbeiten daran.Wir garantieren nicht für Richtigkeit & Vollständigkeit der Bulleninfos. Nach der Bullenauflistung noch Wissenswertes über die Hinterwälder Linien, ein Auszug aus einem Artikel von Dr. Maus.

Wir sagen DANKE an Herrn Dr. Maus, dem Zuchtleiter , Bereich Wäldervieh des RBW für die viele Infos und Fotos. Alle Bullen-Fotos Archiv von der Rind BW. Die hier aufgeführten Infos sind zusammengesammelt aus Informationen von Herr Dr. Maus,  wie die Bullen Empfehlungen von RBW, sowie den Infos, die uns Swissgenetics zu den schweizer Bullen gab, aber sie beruhen auch auf eigene Erfahrungen , wie die von Züchterkollegen. 
 

 

 

Labflort:  

 

Ein kleinrahmiger kompakter Bulle im altenHinterwäldertyp und in Farbe einfarbig rot, der aber viele helle Nachkommenhat. Labflort Nachkommen haben top Fettgehalte in der Milch. Er ist der Spitzen Inhalsttoffvererber bei den Milch gebenden Hinterwäldern. Er gehört zur F-Linie und stammt ab von Fabler - Luise (Tochter v. Flortus). Labflort wirdempfohlen für Milchviehanpaarung wie Mutterkühe. Wir setzen Labflort sehr gerne ein. Er hat uns helle Nachkommen gebracht.

Labflort steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de 

 



 

Flortus:  

 

Ein Sohn von Flimmer aus einer Tochter von Sirius. Er ist ein mittelrahmiger dunkelroter Bullen mit weißem Fleck auf dem Rücken und Augenringen. Unter seinen Nachkommen finden sich neben roten auch einige in hellen Farbe. Er gehört der alten F-Linie an, die als ursprünglichste Hinterwälder linie angesehen wird. Einige unserer Kühe sind Nachfahren von Flortus.

Flortus steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 


Ronlab:

 

Ist ein großrahmiger und kräftiger Bulle in hübscher rot gescheckter Farbe.  Seine Abstammung lautet Ronfock - Franzi (Tochter v. Labflort).  Ronlab ist ein Urenkel von Friedbert. Ronlabwurde bei der 125 Jahre Jubiläumsschau am 3./4. Mai 2014 in Utzenfeld Siegerbulle. Im Widerrist maß er  auf der Schau 130 cm und im Gewicht wog er 624 kg. Er ist ein noch junger Bulle, daher kann noch nicht viel zu seiner Vererbung gesagt werden, aber seine Abstammung lässt gute Nachkommen erwarten. Ronlab wird für die Mutterkuhhaltung empfohlen, ist aber auch nicht uninteressiant für die Milchviehhaltung.

Ronlab steht inzwischen in Östereich, aber sein samen ist  im Schwarzwald zu bestellen. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

 

Arida: 

 

Ist ein großrahmiger und kräftiger Bulle in einfarbig roter Farbe, der aber auch einfarbig hell vererbt. Seine Abstammung lautet: Archenoah - Bella (Tochter v.Florida). Er vererbt sich leichtkalbig und soll auch gut geeignet für Färsensein. Arida wird für die Mutterkuhhaltung empfohlen. Seine Nachkommen sind recht großrahmig.

Arida steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

Siltben:

 

Großrahmiger Rot-Schecke, der von Siltger aus der Gusti (Tochter v. Benbär) stammt. Sitben vererbt meistens die rote Scheckung und seinen schönen Kopf, sowie das gute Exterieur und eine sehr gute Bemuskelung. Er ist ein idealer Bulle für die Mutterkuh Zucht. Seine Kälber sind typvoll, schön in der Farbe und von kompakten Gebäude. Da Siltben Kälber schon bei der Geburt über Größe verfügen, ist er vielleicht mehr zu empfehlen für Kühe die schon mal gekalbt haben und nicht für Erstkalbinnen. Wer den mittel-bis großrahmige kräftige Hinterwälder züchten möchte der hat in Siltben den richtigenVererber gefunden. Siltben ist der Vater von unserem Bulli Silvan.

Siltben steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

 

Napbär:

 

Ist ein kleinrahmiger, kräftiger Bulle mit schöner dunkelrot gescheckter Farbe. Die Scheckung vererbt er fast immer. Meist sind seine Nachkommen dunkelrot wie er. Mit hellen Kühen kann er durchaus auch Kälber zeugen die heller in der Farbe sind als er selber. Seine Abstammung: Napster - Wera (Tochter v. Benbär) Er wird für die Mutterkuhhaltung empfohlen,da seine Nachkommen schnellwüchsig und gut bemuskelt sind. Da wir seine Kälber vielversprechend und schön gescheckt finden, wollen wir ihn auch weiter in der Zucht einsetzen. Wer den mittelrahmigen Hinterwälder Typ bevorzugt hat in Napbär einen passenden Bullen gefunden. Naphbär setzen wir gerne auf Rindern ein.

Napbär steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

Bennasch:

 

Ein Bulle im kräftigen Typ, der die würdige Nachfolge seines nicht mehr im Zuchteinsatz befindlichen Vaters Benbär angetreten hat. Bennasch ist ledergelb gescheckt und hat auch einige helle Nachkommen unter seinen Kindern. Er wird für die Mutterkuhhaltung empfohlen.

Bennasch steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

Napfocki:

 

Ein auf Hinterwälderschauen in Baden-Württemberg vielfach prämierter Bulle. Ein Bulle in kräftigem Typ, den er optimal an seine Nachkommen weiter gibt. Seine Farbe bezeichnet man als Rotschecke. Er stammt ab von Napben aus einer  Fockdet Tochter. Napfocki ist weit vorne im Milchwert mit hohem Fettgehalt. Die Eiweißwerte sind weniger gut. Er vererbt Leichtkalbigkeit bei seinen Töchtern. Seine Nachkommen sind mittelrahmig. Napfocki werden wir ab 2017 verstärkt in unserer Zucht einsetzen.

Napfocki steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

Singler:

 

Ist ein kräftiger Bulle in einfarbig ledergelb, der seine helle Farbe auch  an viele seiner Nachkommen weitergibt.  Er stammt ab vonSinter aus einer Mutter von Fäller. Singler trägt auf dem Foto auch dentraditionellen Kopfschmuck. Er vererbt einfarbig wie gescheckt, je nach Kuh.Seine Kälber sind frohwüchsig und haben eine gute Bemuskelung. Er ist sicher ein idealer Bulle für Mutterkuh Halter, die mittelrahmige Hinterwälder züchten möchten. Wir haben von ihm ganz tolle männliche Nachkommen erhalten, welche im Zuchteinsatz stehen und mit schönem Exterieur, guter Bemuskelung und freundlichem Charackter glänzen.

Singler steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

 

Benforal:

 

Gut bemuskelter Bulle in der ledergelben Farbe, welcher aber fast ausschließlich dunkele (rote & rotgescheckte) Nachkommen hat. Er stammt ab von Benfold (ein Sohn von Benas) aus einer Fockeral Tochter. Er ist ein Bulle der sich sehr für die Mutterkuhhaltung empfiehlt.

Benforal steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de 

 

 

 

 

 

Fockeral:

 

Einer der Topbullen im Milchwert , aber auch auch für Mutterkühe geeignet. Er ist einfarbig rot, wie viele seiner Nachkommen. Seine Abstammung lautet Vater: Focker, Mutter: eine Tochter von Flimmer. Fockeral gehört der alten F-Linie an, die als ursprünglichste Hinterwälderlinie angesehen wird.

Fockeral steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

 

Siltnax P: 

 

Hornloser Hinterwälder Bulle. Einer der ersten im Besamungseinsatz stehende genetisch hornlose Hinterwälderbullen. Ein Sohn des Sitben aus einer Naxtoll P Mutter. Sitnax ist ein optisch ansprechender Bulle.Er hat nicht nur den schönen Typ, sondern auch den hübschen ausdrucksvollen Kopf seines Vaters geerbt. Ein Bulle der zu gefallen weiß und der sich anbietet für alle Züchter denen Hornlosigkeit wichtig ist.

Siltnax P steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

Arinax P: 

 

Hornloser Hinterwälder Bulle. Einer der ersten im Besamungseinsatz stehende genetisch hornlose Hinterwälderbullen. Arinax ist einSohn von Arasty aus einer Mutter von Naxtus P.  Wer Wert auf Hornlosigkeit legt, hat in Arinax einen ganz interessianter Bullen in kräftigen Typ mit viel Tiefe.  

Arinax P steht im Schwarzwald. Infos: www.rind-bw.de

 

 

 

 

 

Malak:

 

Ein Hinterwälderbulle aus der Schweiz, welcher seid Ende 2011 im Besamungseinsatz steht. Malak gehört der in Deutschland bereits ausgestorbenen M Hinterwälderlinie an. Er ist ein sehr schöner Typ in toller Farbe und Zeichung. Malak stammt ab von Adrian. Malak ist im deutschen Herdbuch A eingetragen. Samen kann wie bei all den anderen Bullen hier nach Deutschland importiert werden. Er vererbt klein bis mittelrahmig. Seine Nachkommen stehen im ursprünglichen Zweinutzungstyp. Wir sind begeistert von diesem Bullen. Malak ist der Vater von Lara, Markus und Pepsi.

Malak steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch

 

 

 

 

 

Simon:

 

Ein Hinterwälderbulle aus der Schweiz, welcher zu den kleinrahmigen Bullen gehört. Simon ist ein sehr schöner Typ in toller Farbe und Zeichung. Simon ist ein Sohn von Salamander. Er ist im deutschen Herdbuch A eingetragen. Samen kann wie bei all den anderen Bullen hier nach Deutschland importiert werden. Wir haben ihn einige male in der Zucht eingesetzt, aber nicht alle seine Kälber konnten uns überzeugen. Er ist der Vater von Peggy-Sue und Lif.

Simon steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch







Labari:

 

Ein in Deutschland geborener Sohn von Labflort.  Labari besticht durch seine exzellente Bemuskelung und ein einwandfreies Fundament, bei guter Tiefe. Seine Nachkommen sind großrahmig und kräftig im Typ bei sehr guter Bemuskelung. Mütterlicherseits bringt Labari gute Euteranlagen, gesundes Fundament, überdurchschnittliche Bemuskelung und Langlebigkeit mit. Aus der Vaterlinie fliessen gute Milchleistungen und korrekte Fundamente mit ein. Beim Einsatz von Labari in der Mutterkuhhaltung sind frohwüchsige, robuste und große Jungtiere zu erwarten. Labari ist in der Schweiz stationiert, aber Samen kann bestellt werden. Wir finden das Labari ein Bulle mit viel Typ und Ausstrahlung ist. Labari ist ideal für Mutterkühe. Da in Deutschland geboren bekommen seine Kälber eine Herdbuch Zulassung.

 

Labari steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch

 

 

 

 

 

Humbel:

 

Ein Humbaer Sohn, welcher in Deutschland geboren wurde und in der Schweiz im Deckeinsatz ist. Ein Bulle, der auch ideal für die Mutterkuh Halter ist, da er im Zweinutzungstyp steht. Humbel hat eine enorme Flankentiefe, gute Bemuskelung und ein ideales Format. Vorteilhafte Euteranlagen, gute Bemuskelung und gesunde Fundamente in der Abstammung lassen vielversprechende Nachkommen erwarten. Seine Farbe mit viel weiß Anteil ist außergewöhlich. Samen kann importiert werden. Da in Deutschland geboren bekommen seine Kälber eine Herdbuch Zulassung. Humbel ist im Deutschen Herdbuch A eingetragen. Humbel ist der Vater von Husar. 2017 erwarten wir auch Kälber von ihm.

Humbel steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch

 

 

 

 

 

Baron:

 

ist ein Sohn von Bello. Baron hat leider etwas wenig Tiefe, er ist eher ein leichter schlanker Typ. Er macht aber kleine leichte Kälber und bietet sich an für Erstkalbinnen. Baron ist auch in der Schweiz geboren und stationiert und Samen kann bestellt werden.  

 

Baron steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch

 

 

 

 

 


Derrick:

ist ein Sohn von Denver. Derrick ist ein sehr guter Milchleistungsbulle mit hoher Töchter Bewertung. Derrick steht in der Schweiz, aber Samen kann bestellt werden. 

Derrick steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch

 

 

 

 


Napoleon:

Napoleon ein kräftiger Naxbort Sohn, geboren und stationiert in der Schweiz. Für Züchter, welche Wert auf gute Milchleistung, schöne Euter und Zitzen legen, ist auch Napoleon eine gute Wahl. Mütterlicher- und väterlicherseits weisen sich Verwandte mit hohen Milchleistungen und guten Euternoten aus. Der gute Wuchs bei den Jungtieren ist auch für die Mutterkuhhaltung interessant. Samen kann bestellt werden.

Napoleon steht in der Schweiz. Infos: www.swissgenetics.ch

 

 

 

 

 

Hier sind Fotos von Bullen, die nicht mehr im Zuchteinsatz sein, aber da sie einst bewährte Vererber waren, sollen auch sie nicht unerwähnt bleiben:

 

Hummel war sehr viele jahre ein gefragter Spitzenbulle. Unter seinen Töchtern befinden sich viele hoch milchleistungsgeprüfte Kühe.

 

Flimmer war einer der besten im Milchzuchtwert. Er verkörperte den alten ursprünglichen Hinterwälder Typ und hat viele hochprämierte Töchter. Einige unserer Kühe gehen auf Flimmer zurück.

 

Naxler: Ein bewährter und gern eingesetzter Bulle in der seltenen hellen Farbe

 

 

Falber: ein bewährter Bulle aus der Schweiz, der maßgeblich zur Verbesserung der Milchleistung bei den Hinterwäldern beigetragen hat. Falber ist der Bulle, den ich für den besten seiner Rasse halte. Einfach schade, das dieser einmalige Bulle nicht mehr im Einsatz ist. Falber ist der Vater von Pearl.

 

 

 

 

 

Wissenswertes zu den Hinterwälder Linien, von Dr. Maus:  

Die Hinterwälderbullenlinien

Es gibt elf Bullenlinien bei den Hinterwäldern, die die gute Grundlage sind für die genetische Vielfalt der Rasse. 

 

Vier Linien gehen auf Vorderwälder zurück

 

Dabei stammen vier Linien aus der Linienerweiterung mit kleinrahmigen VW- Bullen, nämlich die N- und S- Linie Anfang der 1970 er und die A- und B- Linie Anfang der  1980 er Jahre. Gründer der A- Linie ist  Arber und der B- Linie Belt,  die beide  25 % Ayrshire- und 75 % Vorderwäldergenanteile haben.  Die N- und S- Linie entstammen reinen Vorderwälderlinien. Ayreshire wurde damals bei Fleckvieh aber auch bei Vorderwäldern zur Leistungssteigerung und Euterverbesserung eingesetzt.  Durch den späten Einsatz sind die aktuellen Besamungsbullen Arida erst die fünfte und Arinax P die siebte Generation nach dem Linienbegründer Arber. Die B- Besamungsbullen Ben, Bennasch und Benforal sind in der vierten, in der sechsten und in der siebten Generation nach dem Linienbegründer Belt. Anders sieht es bei der N- Linie aus, die Besamungsbullen Napbär und Napfocki  sind die elfte und zwölfte Generation nach dem Linienbegründer Nairobi. Weit weg sind auch die S- Bullen Siltben und Siltnax P als elfte und zwölfte Generation, Singler befindet sich in der sechsten Generation nach dem Linienbegründer Sild. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass eine fünfte Vorderwälderlinie, die E- Linie nach wenigen Generationen ausstarb.

 

Franz ist der Vorfahr der sieben weiteren Linien

 

Jetzt kommen die sieben weiteren Linien. Hierfür ist Ausgangspunkt der Hinterwälderbulle mit Namen Franz. Sein genaues Lebensdatum konnte nicht eruiert werden. Aber, es gibt acht Generationen nach ihm wiederum einen Franz, der 1960 geboren ist. Daraus kann bei einem durchschnittlichen Generationsintervall von drei Jahren ein Wirken des Liniengründers zur Mitte der 1930 er Jahre ausgegangen werden. Im Laufe der Zeit bildeten sich acht Linien aus, die F 1 bis F 8 genannt wurden. Kurz vor dem 110 jährigen Jubiläum 1999 entschlossen sich die Zuchtverantwortlichen, den Linien neue Buchstaben zuzuordnen. Die F 6- Linie behält das F bei. Die Besamungsbullen Fockeral und Fokler entstammen daraus. Fockeral wird für die Milch- und Mutterkuhhaltung empfehlen. F 4 ist leider seit 1972 ausgestorben. F 1 wurde in K umbenannt, einziger Vertreter ist der Besamungsbulle Fixer. Die F 2 in H, auch hier gibt es mit Flimmer nur noch einen Vertreter in der Besamung. Gut sieht es bei der F 3 = L- Linie aus, die vier Besamungsbullen Fabel, Fabler, Fantast und Labflort sorgen dafür. Die F 5- Linie wurde in M umgetauft, der Schweizer Bulle Malak ist derzeit der einzige Vertreter. Die F 7- Linie wurde in R umbenannt. Hier ist geplant, den Schausiegerbullen von 2014, Ronlab, im Frühjahr 2015 abzusamen. Die F 8 Linie fängt mit W an, Fäller war der einzige Linienvertreter in der Besamung. Aus der gezielten Anpaarung mit ihm kommen einige Bullen auf die Märkte 2015. Der beste von Ihnen soll ebenfalls in die Besamung genommen werden. Manchmal stießen diese Umbenennungen auf Kritik. Dadurch aber, dass mindestens elf, meistens jedoch deutlich mehr Generationen zwischen den Linien liegen, war es – auch der Namensgebung willen -  sehr sinnvoll, neu zu beginnen.

 

Was können wir zu den Vererbungstendenzen sagen?

 

Soweit ein Überblick über die Herkunftslinien und ihren Vertretern in der Besamung. Was kann man zu den Vererbungstendenzen sagen? In der Besamungsempfehlung weisen wir als Doppelnutzungsbullen, das heißt für Milch- und Mutterkuhhaltung die Bullen Flimmer, Fockeral, Labflort, Napfocki und Siltben aus. Die weiteren Bullen für die Mutterkuhhaltung heißen Arida, Bennasch, Benforal, Napbär und Singler. Wenn genetisch hornlos interessiert, passen Arinax P und Siltnax P, die zur Hälfte genetisch hornlos vererben. Ein wichtiges Thema ist die Größenvererbung der Besamungsbullen. Dazu können wir sagen, dass Benforal, Flimmer, Fockeral, Labflort, Napfocki und Napbär eher mittelrahmiges Vieh bringen. Die anderen vererben etwas größer und schwerer. Einschränkend muss gesagt werden, dass eine Streuung in der Größe auch nach oben bei den sechs erwähnten Bullen vorkommen kann und die anderen Vertreter auch nach unten streuen können. Entscheidender ist, die Linienvielfalt am Leben zu erhalten.

 

aktuelle Besamungsbullenempfehlung von Dr. Maus:

http://www.rind-bw.de/uploads/menuestruktur_download/261_1154_hinterwaelderbesempf12_2015.pdf